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5/06/2013

seien wir mal ehrlich, was soll man denn tun, wenn das monster, das einen immer wieder runterzieht und den verstand benebelt, in einem drin ist und von deinen gedanken genährt wird? ja, vielleicht wird es irgendwann schwächer und die stimmen leiser, aber seien wir mal realistisch, das monster wird nie komplett weg sein, weil man es selber erschaffen hat. es wird immer im hintergrund lauern und zuschlagen, wenn man schwächer wird. und dann wird man noch schwächer, auch wenn man das gefühl hat, stärker zu werden. doch das ist nur eine illusion, die wie eine seifenblase immer und immer wieder zerplatzt. weil der gesunde teil verzweifelt versucht, einen wieder in die realität zu befördern. man weiß aber nicht mal, ob man das will. wenn ich mir meine narben ansehe, weiß ich nicht, was ich fühlen soll. auf der einen seite bin ich wütend über meine dummheit, auf der anderen seite stolz, dass ich aufhören konnte und mittlerweile sogar dazu stehen kann, auf der anderen seite bin ich traurig, weil ich das nicht mehr habe. seit 11 monaten. beinahe ein jahr. es war schwer, verdammt schwer. ich saß nicht nur einmal im badezimmer, mit der klinge in der hand. aber ich konnte es nicht mehr. und das macht mich so verdammt wütend. ich will loslassen können, irgendwie, aber ich kann es nicht. ich kann nicht aufhören, daran zu denken, aber ich kann es auch nicht mehr durchziehen. ist  es nicht irgendwie krank, dass ich mir die alten zeiten zurückwünsche? da kannte ich mich zumindest aus. ich wusste, wie ich abschalten konnte, habe den stress ausgeblendet. jetzt bin ich ein wrack, dem es äußerlich besser zu gehen scheint. ich kann nicht mehr schlafen, bin paranoid wie noch nie und drehe beinahe durch. stresssymptome, die ich noch nie hatte. irgendwas stimmt nicht mit mir, aber was? wieso kann ich nicht einfach leben. was hab ich getan, dass ich nicht einfach ein normales leben verdient habe?

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