das leben macht mir angst und doch ist es so schön. ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich in alte gewohnheiten zurück falle. meinen blick über messer und klingen schweifen lassen, ein leicht bedrückendes gefühl beim badezimmerbesuch habe, nicht gucke, ob ein auto kommt, bevor ich über die straße gehe und mir manchmal wünsche, dass das leben einfach vorbei gehe. aber das ist ok, weil ich mich im griff habe, weil diese momente immer seltener werden und ich mit leben erfüllt bin. ich lache, weniger als früher, aber wenn ich lache, dann aufrichtig. ich muss mich nicht verstellen, ich kann auch schwächen zeigen, es ist ok wenn ich bei jeder kleinigkeit weinen muss, weil mir alles so nahe geht. das ist in ordnung so, weil es nunmal zu mir gehört und ich es um nichts in der welt ändern wollen würde. sind die kleinen macken nicht die, die jeden menschen so besonders machen? wer wären wir ohne sie? eine langweilige menschliche hülle. ich bin viel entspannter, allen dingen gegenüber. es ist nicht so, dass mir alles egal ist, aber ich sehe es realistisch. ich weiß, wann es sich lohnt zu kämpfen und weiß, wann es besser wäre, die dinge so zu akzeptieren wie sie sind und das beste daraus zu machen. ich genieße meine letzten monate hier, atme das leben ein und will es eigentlich nicht mehr ausatmen.
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