ich merke, wie ich langsam immer mehr ich selbst werde. ich bin keinesweg stolz darauf, was ich in den vergangenen monaten und jahren getan habe, doch ich bereue es nicht. es gehört zu mir. jeder rausch, jeder schnitt, jeglicher kontrollverlust. ich bin ausgeglichen, stark, mir geht es gut. es gibt momente, in denen ich wunschlos glücklich bin. ich hätte nie gedacht, so etwas jemals wieder aus meinem mund zu hören. ich wollte jung sterben, um dem leben zu entfliehen. das kann ich mir jetzt nicht mehr vorstellen. ich denke, ich habe es aus dem loch heraus geschafft. aber nicht alleine. es gibt so viele menschen, die mir gut tun, so viele dinge, auf die ich mich freuen kann. die dunkelheit verschwindet langsam aus meinem leben. dinge, die mich früher runtergezogen haben, interessieren mich nicht mehr. nur ich kann mich verletzen, denn ich muss den dingen, die mich runterziehen wollen, genug bedeutung schenken, damit sie in der lage dazu sind. und das mache ich nicht mehr, das will ich nicht mehr. ich freue mich auf jeden einzelnen tag, ich will leben, ich liebe es zu leben.
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