es tut weh. ich kann dieses es nicht definieren, aber es schließt auch nichts aus. alles tut weh, egal, was es ist. ich will einfach nicht mehr und ich kann nicht mehr. ich ziehe mich aus meinem leben zurück, um es allen leichter zu machen. meine anwesenheit ist nicht sonderlich erstrebenswert und im endeffekt tu ich sowieso nur jedem weh. wirklich nichts läuft mehr, wie es soll und ich kann diese tatsache nicht mehr verdrängen. und ich bin schuld. ich steh mir im weg. wenn ich in den spiegel sehe, würde ich am liebsten schreien, doch ich schweige. ich rede nicht mehr. ich streite nicht mehr. ich leiste keinen widerstand. ich hab nicht mehr die kraft dazu. jedes mal, wenn ich über die straße gehe, bete ich darum, dass ein auto meinem leben endlich ein ende setzt. hole ich schmerztabletten, weil ich wieder höllische kopfschmerzen habe, denke ich darüber nach, zehn packungen auf einmal zu schlucken. ich laufe über die gleise und bekomme schreckliche angst, als der zug kommt, als ich erst wenige meter von den gleisen entfernt bin. vor ein paar monaten habe ich mir geschworen, mir hilfe zu holen, wenn es mir im frühjahr nicht besser geht, aber das werde ich nicht machen. es würde niemand verstehen. ich wollte wirklich daran arbeiten, aus diesem loch heraus zu kommen, aber wozu? es gibt nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt. das leben zieht nur noch an mir vorbei und hinterlässt keinen bleibenden eindruck mehr. es gibt niemanden, dem ich wichtig bin und es gibt niemanden, der mir wichtig genug ist. es wird nie genug sein. wenn ich darüber nachdenke, bin ich schon seit jahren eiskalt. ich fühle nichts mehr, gebe es nur vor und selber diese fasade bröckelt. ich bin der versager in meinem eigenen spiel. ich werde immer der versager sein. ich hasse mich. ich kann mich nicht mehr ertragen. ich will hier raus.
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